„Ich werde dich an einen geheimen Ort bringen, wo Bücher niemals sterben und niemand sie zerstören kann …“
Barcelona, 1920er Jahre. Der siebzehnjährige David Martin arbeitet bei der Zeitung. Die Stimme der Industrie. Eines Abends gerät Davids Leben während einer Krise bei der Zeitung völlig aus den Fugen: Dringend muss ein Ersatz für den Autor der Sonntags-Seifenoper gefunden werden. Auf Anraten von Pedro Vidal, einem Teilzeitkolumnisten, fällt die Wahl auf David. Seine Seifenoper ist ein Riesenerfolg, und zum ersten Mal wird David für das bezahlt, was er am meisten liebt: das Schreiben.
Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs nimmt David das Angebot zweier skrupelloser Verleger an: Er soll unter einem Pseudonym in rasantem Tempo Fortsetzungsromane produzieren. Doch nach einigen Jahren gibt David erschöpft auf. Seine Verleger geben ihm neun Monate Zeit, seinen eigenen Roman zu schreiben. Kritiker meiden ihn, Verleger verwerfen ihn und scheitern. David ist umso verzweifelter, als die junge Frau, die er immer geliebt hat – und der das Buch heimlich gewidmet ist –, Pedro Vidal heiraten wird.
Sein Freund, der Buchhändler Sempere, nutzt diesen Moment, um ihn zum Friedhof der vergessenen Bücher zu bringen, wo David seins ablegt. Dann kommt ein außergewöhnliches Angebot: Ein Pariser Verleger, Corelli, bietet ihm für einhunderttausend Francs, ein Vermögen, die Erstellung eines Gründungstextes, einer Art neuer Bibel, „einer Geschichte, für die die Menschen leben und sterben, töten und getötet werden und ihre Seelen opfern könnten.“
Von dem Tag an, an dem er diesen Vertrag annimmt, beginnt um David ein seltsamer Mordprozess. Hat er mit dem Verkauf seiner Freiheit als Schriftsteller seine Seele an den Teufel verkauft? Verängstigt und fasziniert beginnt David eine Untersuchung über diesen merkwürdigen Verleger, dessen Kräfte Zeit und Raum zu überschreiten scheinen.